Geschichte

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Als
"Uketeufel"
unterwegs im

Eine Kreuzung

2008 hat die Banjolele ihren 90. Geburtstag gefeiert. Wie bei der Ukulele kann man auch bei der Banjolele
das genaue Geburtsjahr angeben. Erfunden hat das
Instrument 1918 der Hawaiianer Alvin D. Keech. So
jedenfalls die offizielle Lesart.
Alvin D. Keech und sein Bruder Kelvin – leider gibt’s keine Fotos von diesen
beiden Herren - hatten in
Los Angeles Filmstars (und außerdem dem Prince of Wales) das Ukulelenspiel
 beigebracht. Immer
wieder kam dabei die Kritik auf, dass die Ukulele speziell für das amerikanische
Vaudeville-Theater zu
leise sei, obwohl ja die Ukulele trotz ihrer geringen Größe ein sehr
durchsetzungsfähiges Instrument
ist. Keech sann auf eine Lösung und fand sie, indem er einfach
ein Banjo mit einer Ukulele „kreuzte“. Er
nannte sein neues Instrument „Banjulele“ und ließ es 1918
schlauerweise unter der Nummer 219720
patentieren. Es fand reißenden Absatz, und ab etwa
1920 sprangen viele Instrumentenbauer auf diesen
Erfolgszug auf und produzierten eigene Instrumente.
Weil der Name patentiert war, nannten sie ihr Produkt
„Ukulele Banjo“ Banjo Ukulele“ oder „Banjolele“.
Zu
den namhaftesten Instrumentenbauern jener Zeit gehören Gibson, Ludwig, Bacon & Day und Abbott.
Alvin D. Keech baute auch selbst Banjulelen.So - wie gesagt- die offizielle Lesart. Es gibt aber einen
Beweis, dass die Banjolele schon früher erfunden
worden ist. Möglicherweise war es ja gar nicht Alvin
D. Keech, aber dies ist nicht belegt.
Jedenfalls erschien
bereits 1914 ein 38-seitiges Buch von N. B. Bailey  mit dem Titel „A Practical Method for 
Self Instruction
of the Ukulele and Banjo Ukulele“, herausgegeben von Sherman Play & Co. in San Francisco/
Kalifornien. Unter der Adresse http://www.theuke.com/content.php?article.14.0 kann man es sich ansehen.
Eine
andere Quelle (http://uncyclopedia.org/wiki/George_Formby) sagt, dass Keech bereits 1913 seine 
Banjolele
erfunden, aber erst 1918 hat patentieren lassen. Aber wer auch immer der Vater oder die Mutter  
dieses Instrument ist – es wurde in den 20er und
30er Jahren im englischsprachigen Raum enorm populär. 
Zu den damaligen Stars, die die Banjolele
enorm populär gemacht haben, gehören Roy Smeck, Arthur Godfrey,
Billy Scott und Tessie O‘Shea. Sicher
der stärkste Förderer dieser Popularität in Europa war der in
Lancashire/England geborene George Formby (1904-61). Er entwickelte eine eigene Spielweise, spielte
die
Banjolele in 21 Spielfilmen, nahm mehr als 230 Songs auf und war ein umjubelter Truppenbetreuer der
alliierten Truppen.